Orissa Feeney | Tarifvertrag lufthansa flugbegleiter
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Tarifvertrag lufthansa flugbegleiter

Tarifvertrag lufthansa flugbegleiter

Die Lufthansa habe sich mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO inmitten der Coronavirus-Krise geeinigt, teilte das Unternehmen am Mittwoch kurz vor Mitternacht mit. Die Gewerkschaft kündigte einen Streik für die Sommerferien an, sagte ihre Pläne jedoch ab, da die Führungswechsel problematisch wurden. Lufthansa und UFO streiten seit gerauer Zeit vor Gericht darüber, ob der aktuelle Vorstand rechtlich zum Abschluss von Tarifverträgen berechtigt ist. Lufthansa argumentiert, dass der Vorstand nicht satzungsgemäß ins Amt gekommen sei und daher die Kündigung von Tarifverträgen nicht akzeptiere. Ufo fordert mehr als 21.000 Flugbegleiter höhere Ausgaben und Zulagen. Darüber hinaus will die Gewerkschaft erreichen, dass Saisonarbeiter schneller in reguläre Beschäftigung wechseln können. Ver.di bemüht sich auch hier um einen verbesserten Tarifvertrag mit der Lufthansa. Die rund 3.500 saisonalen Flugbegleiter sind in München und Frankfurt stationiert und verdienen deutlich weniger als die Stammbeschäftigten. Für das Personal am Luftverkehr werden solche Veränderungen verheerende Auswirkungen haben, da die garantierte Betriebsrente eine unentbehrliche Errungenschaft war. Wie Piloten sind flugbegleiter nur selten in der Lage, dem ständigen Stress des Flugverkehrs zu widerstehen, bis sie das offizielle Rentenalter erreichen. Lufthansa bietet ihnen keinen Job vor Ort an.

UFO teilt diese Perspektive. Als Zeichen der Bereitschaft der Gewerkschaft, mit der Lufthansa zusammenzuarbeiten, hat sie im vergangenen Dezember ihren Streik der Flugbegleiter abgesagt, um am “Jobs Summit” teilnehmen zu können. Der im November 2015 begonnene Streik galt als einer der härtesten Arbeitskämpfe in der Geschichte der Lufthansa. Die Flugbegleiter streikten sechs Tage in Folge und erdeten fast 5.000 Flüge. Seitdem haben die FlugbegleiterGewerkschaft Verdi, UFO und die Pilotengewerkschaft Cockpit (VC) alle Arbeitskampfmaßnahmen auf Eis gelegt. Lufthansa hat lautstark UFO stimmte verschiedenen rechtlichen Schritten gegen die Zurücknehmen der Gewerkschaft. Auch gibt es bereits erste Verbesserungen für Berufseinsteiger und flugunfähige Kollegen erhielten wieder den Betriebsrentnerstatus. Die Gewerkschaft sicherte zu, bis zum Ende der Mediation weitere Arbeitskampfmaßnahmen ohne. Über Details und möglicherweise konkrete Schiedsrichter wollen beide Seiten an diesem Donnerstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Frankfurt. Die Fluggesellschaft arbeitet jedoch unermüdlich mit der Gewerkschaft UFO zusammen, um sich darauf zu einigen, wie mit der Situation in Bezug auf das Kabinenpersonal umzugehen ist.

Eine Bekanntgabe der Vereinbarung wurde am Dienstag erwartet, wurde jedoch kurzfristig verschoben. Die Vereinbarung kommt 12 Stunden, bevor die Aktionäre der Lufthansa über die Zukunft des Unternehmens abstimmen sollen. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung werden die Aktionäre der Airline morgen entscheiden, ob sie einem 9-Milliarden-Euro-Rettungspaket für das Unternehmen zustimmen. Es wird erwartet, dass eine 2/3-Mehrheit erforderlich sein wird, damit der Deal zustande kommt, da die Teilnehmerzahl voraussichtlich geringer ausfallen wird als erhofft. Viele Flugbegleiter waren in den vergangenen Jahren in die Branchengewerkschaft UFO eingetreten, weil sie das Vertrauen in die Dachgewerkschaft Verdi völlig verloren hatten.

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